MIT GUTEM GEWISSEN

[Tierwohl ohne Bio-Zertifizierung]

Das Konzept des Kalieber-Onlineshops steht für einen respektvollen Umgang mit den Tieren, für transparente Haltung und innovative Ideen. Wir glauben an dieses Konzept und erzählen auch gerne darüber. Denn wir sind stolz auf unsere Landwirte und ihr Engagement für mehr Tierwohl.


BIO? LANDWIRTSCHAFT GEHT AUCH ANDERS!

Um etwas richtig zu machen, benötigt man kein Bio-Zertifikat.

Wer Biofleisch kaufen will, der tut dies mit einem guten Gewissen. Doch es muss nicht immer Bio sein!

Christian Kolfen-Bohnenkamp, der in seiner langjährigen Erfahrung im Bereich der Landwirtschaft bereits viel gesehen hat, hat sich bewusst für eine Landwirtschaft entschieden, die sowohl das Tierwohl unterstützt und gleichermaßen auch den Naturschutz.

Auf seinem Hof leben Angus- und Galloway-Rinder in extensiver Mutterkuhhaltung ohne Wachstumsdruck, mit Grünfutter in Hülle und Fülle und viel Bewegung. Alle Tiere wachsen im Herdenverband auf. Dabei stehen die Kälber stets bei ihren Müttern, deren Milch ausschließlich ihrem Nachwuchs vorbehalten ist.

Der Landwirt verzichtet bewusst auf eine Bio-Zertifizierung, da ihn dies zu sehr einschränken würde. Dabei geht es sowohl um einen hohen finanziellen Aufwand für zum Beispiel Bio-Kraftfutter, aber auch um einen enormen Aufwand, um alle Auflagen zu erfüllen. Diese Kraft investiert er lieber in seinen Hof und gesunde Tiere.

Die Entscheidung für die konventionelle Landwirtschaft war eine sehr bewusste. Tierwohl, Kraftfutter und gutes Fleisch schließen sich nicht aus. Denn eine gute Fettabdeckung und Fleischqualität mit einer hervorragenden Marmorierung sind perfekter als manches Biofleisch.

Ein landwirtschaftlicher Betrieb muss aus der Sicht von Christian Kolfen-Bohnenkamp ohne Agrarförderungen auskommen. Leider ist dies den wenigsten Landwirten aktuell möglich. Vor allem Bio-Höfe sind auf Zuschüsse angewiesen, die teilweise doppelt so hoch sind wie die Förderung der konventionellen Landwirtschaft.

Der studierte Agraringenieur ist stolz auf seinen Betrieb und die großen zusammenhängenden Weideflächen, die er sein Eigen nennt. Und um dieses Erbe zu erhalten, setzt er sich für den Naturschutz ein.

Mit der Aussage „Das Maul der Kuh ist ein ökologisches Mähwerk“ drückt er das aus, was er denkt: Man muss nicht immer 100 % aus dem Grund und Boden herausholen, sondern auch an die Zukunft denken. So ist es nicht verwunderlich, dass seine Wiesen nicht regelmäßig gemäht werden, sondern dass nur so viel gemäht wird, wie im Winter benötigt wird. Ein Nebeneffekt ist, dass dadurch das Lebensraum zahlreicher Tiere geschützt wird.

Den Naturschutz mit Hilfe der landwirtschaftlichen Produktion zu fördern, gelingt jedoch auch durch andere Maßnahmen. Kolfen-Bohnenkamp nutzt seit vielen Jahren an mehreren Stellen breite Blühstreifen und hat zahlreiche Obstbäume. Die Natur bekommt wieder ihren Platz. Damit sorgt er nicht nur für eine blühende Landschaft, sondern für gutes Weidefutter und ein Paradies für die Bienenvölker, die er als Imker sein Eigen nennt. Zusätzlich erfreut er sich daran, dass Lerchen, Rebhühner und andere Tiere sind wieder vermehren und so die Natur bereichern.

Wir sagen Danke für so viel Engagement und sind stolz darauf, dass der Kolfenhof seit vielen Jahren ein Teil des Kalieber-Konzeptes ist. Denn so fördern wir den Naturschutz. Und genau das ist eigentlich Bio.

SCHWEINEGLÜCK OHNE BIO-ZERTIFIZIERUNG?

Der Aktivstall für Schweine macht es möglich

Der von Gabriele Mörixmann im Jahr 2012 erstmal errichtete Aktivstall für Schweine ist ein ganz eigenständiges Konzept der höchsten Haltungsstufe 4 und verknüpft viele Vorteile aus konventioneller und Biohaltung mit eigenen Werten und Ideen. So verwirklicht das Konzept, was sich viele Kunden von der Landwirtschaft wünschen – VERTRAUEN durch einen respektvollen Umgang mit dem Tier, eine geschaffene Beschäftigungswelt für jede Wetterlage um das Schwein, sowie eine transparente Arbeit vom Landwirt bis zum Kunden.

Die innovative Stalleinteilung sorgte damals für Wirbel. Können und dürfen sich Schweine im Rahmen eines Betriebes, der nicht Bio ist, sauwohl fühlen? Die klare Antwort der Landwirtin lautete damals: Ja! Denn vor allem durch viel freie Bewegung mit verschiedenen Temperaturzonen und eine abwechslungsreiche Fütterung wachsen gesunde und glückliche Schweine heran.

Im mehrfach ausgezeichneten Aktivstall können die Tiere den kompletten Tag über frei entscheiden, wo sie sich aufhalten. Neben verschiedenen Fressbereichen stehen den Schweinen Auslauf- und Spielmöglichkeiten zur Verfügung. Daneben sorgen ein Ruhebereich als auch ein Wühlbereich dafür, dass die Schweine sich wohlfühlen. Und wenn ihnen nach frischer Luft ist, gehen sie einfach in den Außenbereich des Stalles.

Zu den unterschiedlichen Spielmöglichkeiten gehören verschiedene Wühlmaterialen, Strohbuden, Ketten, Raufen, Weichholz, Bälle, Wasserspiele und Scheuermöglichkeiten. Daneben sind an warmen Tagen besonders Duschen und Bademöglichkeiten begehrt, die den Tieren eine willkommene Abkühlung von der Hitze bieten. Der Wechsel aus verschiedenen Klimazonen, Wühlmaterialien und Bodenbelägen macht es für den Liegekühler Schwein zu einem Wohlfühlstall für jede Tages- und Jahreszeit.

Wenn man den Tieren kürzere und längere Zeit zusieht, merkt man schnell: In dem hellen und großräumigen Stall findet man keine gestressten Tiere, sondern Lebewesen, die sich frei entfalten können.

Dank der täglichen Bewegung haben die Tiere in der Regel ordentlich Appetit. In den frei zugänglichen Fressbereichen bekommen sie in Trögen und Heuraufen abwechslungsreiches, gentechnikfreies & QS zertifiziertes Getreide aus der Region, Raufutter (Stroh, Maisslage, Luzerne und Heu aus überwiegend eigenem Anbau) sowie Lecksteine und anderes organisches Beschäftigungsmaterial. Dabei stillen Nippeltränken und Tränkebecken jederzeit den Durst.

Alle Tiere können sich jederzeit über ein großes Gelände frei bewegen. Lediglich kranke Tiere werden in einem separaten Bereich gepflegt, in dem sie Ruhe und besondere Pflege finden.

Ähnlich wie bei Bio-Fleisch gelten auch für den Aktivstall von Gabriele Mörixmann: Der Ringelschwanz bleibt dran, kein Einsatz von Hormonen, kein prophylaktischer Einsatz von Antibiotika.

Der Aktivstall für Schweine ist ein einzigartiges, transparent arbeitendes Haltungskonzept mit Herz und Verstand. Durch diese Fokussierung können wir mit Stolz sagen, dass das Wohlbefinden der Schweine, die transparente Arbeit bis zum Kunden und die Fleischqualität bei Gabriele Mörixmann an erster Stelle stehen. Wir sagen Danke für den Mut und den unermüdlichen Einsatz!